Psychotherapie und Hypnosetherapie in Berlin: Lebensmelodie; Bild: Seerose

Gewaltfreie Kommunikation

Eine Sprache des Herzens

Die Gewaltfreie Kommunikation (GfK) wurde durch den klinischen Psychologen Dr. Marshall B. Rosenberg entwickelt und steht in der Tradition der klientenzentrierten Gesprächstherapie von Rosenbergs Lehrer Carl Rogers. Beeinflusst ist die Gewaltfreie Kommunikation auch von Gandhi und dessen Verständnis von einem gewaltfreien Leben (Ahimsa), das auch auf den Upanishaden basiert.

Marshall Rosenberg half in den 60er Jahren dabei, die Rassentrennung an Schulen und Institutionen in den USA auf friedvollem Weg zu beseitigen. Im Zuge dieser Arbeit gründete er das "Center for Nonviolent Communication". In den vergangenen Jahren war er auch in Krisengebieten wie Ruanda, Palästina, Israel und Serbien tätig.

Im therapeutischen Rahmen und im Coaching hilft die Gewaltfreie Kommunikation dabei, Prozesse für die Veränderung der Sichtweise in Gang zu setzen und den Blick auf die Verantwortung des eigenen Handelns zu richten. Bei Partnerschaftskonflikten oder bei Problemen im sexuellen Bereich kann GfK eine hervorragende Unterstützung zur Verständigung und zum Heilungsprozess sein. 

Giraffensprache und Wolfssprache

Das Urteilen und Verurteilen von Menschen, deren Verhalten nicht mit unseren eigenen Werten und Ansichten übereinstimmt, das Leugnen der Verantwortung für eigene Gefühle und Handlungen sowie das Stellen von Forderungen sind die Bestandteile einer in unserer modernen Welt häufig benutzten gewaltvollen, "lebensentfremdenden Kommunikation" (Wolfssprache). Diese lebensentfremdende Kommunikation verwenden wir auch gegen uns selbst.

Die Gewaltfreie Kommunikation (Giraffensprache) geht davon aus, dass Menschen unter freien und anerkennenden Bedingungen gerne geben und die emphatische Verbindung zu den Mitmenschen suchen. GfK hilft, sich ehrlich, verständnisvoll und mit Mitgefühl auszudrücken und emphatisch zuzuhören. Emphatie ist eine Voraussetzung für gelingende Kommunikation und hilft dabei, auch mit Menschen zu kommunizieren, die selbst nicht gewaltfrei kommunizieren bzw. aggressiv sind. Der Gesprächspartner bekommt die Möglichkeit, sich ohne Gesichtsverlust zu verändern.

Die vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation sind

Mit dem Leben tanzen

Die Form, wie wir miteinander kommunizieren, hat entscheidenden Einfluss darauf, ob wir Emphatie für unsere/n Gesprächspartner/in entwickeln und unsere Bedürfnisse erfüllen können. Die Gewaltfreie Kommunikation ist nicht nur eine Kommunikationstechnik, sondern vielmehr ein Lebensmodell, das durch die Verbindung mit den eigenen Gefühlen und Bedürnissen sowie der Emphatie für unsere Mitmenschen für eine friedvollere, kreativitätsfördernde, freie Welt sorgen kann.